Tatort Luzern oder wem gehören unsere Städte?

Tatort Luzern oder wem gehören unsere Städte?

Filmtitel „Tatort Luzern – Wem gehören unsere Städte?“ über der Reuss mit der Kapellbrücke und dem Wasserturm in Luzern.

TATORT LUZERN ODER WEM GEHÖREN UNSERE STÄDTE?

ist ab sofort als Archivperle auf der Plattform «Play SRF» zu sehen.

Am Beispiel Luzerns wird aufgezeigt, wie in der Stadtentwicklung und Raumplanung ein Demokratie-Defizit besteht: Behörden müssten die Bevölkerung und deren Bedürfnisse stärker miteinbeziehen und gewichten.

Der Film von 1975 ermutigt Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Stimmen und ihr Recht auf eine lebenswerte Stadt aktiv einzubringen. Er präsentiert eine kreative Alternative zu einer Gestaltung des Stadtkerns. Es gehe nicht an, dass die Übermacht von Wirtschaftsinteressen die Stadtgestaltung bestimme.

Nach dem Aufzeigen von Versäumnissen vergangener Planung und neuralgischer Probleme der gegenwärtigen City betont der Film wesentliche Faktoren einer lebenswerten Stadt und bringt innovative Vorschläge für ein verkehrsberuhigtes und bewohnerfreundliches Luzern.

«Der Film ist heute über die ursprüngliche Intention hinaus in verschiedenster Hinsicht sehenswert.»

Susanna Kraus Casutt

Stadtarchiv Luzern

«Erstritten, verboten, ans Licht gehoben» – eine Einführung in den Dokumentarfilm «Ruhe»

«Erstritten, verboten, ans Licht gehoben» – eine Einführung in den Dokumentarfilm «Ruhe»

‘Cancel Culture’ in der Schweiz am Beispiel des Dokumentarfilms «Ruhe»:
Der Historiker Jo Lang und Elena M. Fischli erzählen in einer vergnüglichen Einführung über die Zensur eines einzigartigen Zeitdokuments zu Aufbruchsbewegungen anfangs der siebziger Jahre seitens des Schweizer Fernsehens.

«Ruhe» besticht durch seine direkte und unverblümte Analyse gesellschaftlicher Missstände, macht jedoch nicht Halt bei der Kritik, sondern zeigt eine Vielfalt von Basis-Bewegungen mit konstruktiven Alternativen, die damals entstanden sind.

Ein kompromissloses, endlich sichtbares Werk, das in vielen gesellschaftlichen Bereichen ein Demokratie-Defizit zugunsten von Wirtschaftsinteressen feststellt.

Mehr als fünfzig Jahre nach seinem Entstehen verdienen Frauen immer noch nicht gleich viel wie Männer, herrscht noch grössere Not an bezahlbarem Wohnraum in den Städten und geht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auf.

«Erstritten, verboten, ans Licht gehoben» verortet «Ruhe» in seinem speziellen Zeitklima und ergänzt den dichten, erst seit kurzem zugänglichen Dokumentarfilm.

Vertiefte Informationen zum Film «Ruhe» und weiteren Werken Karl Saurers finden Sie hier.

Alle Filme Karl Saurers können für Kino-, Schulvorführungen oder andere Anlässe gebucht werden.

AHIMSA – Die Stärke von Gewaltfreiheit

AHIMSA – Die Stärke von Gewaltfreiheit

Ahimsa – die Stärke von Gewaltfreiheit dokumentiert eine wegweisende Erfahrung des Gründers von Ekta Parishad. Dem von Gandhi inspirierten P.V. Rajagopal war es in den siebziger Jahren gelungen, gewalttätige Gruppen von Rebellen zur Niederlegung der Waffen zu bringen.

Heute schult er junge Inderinnen und Inder aus benachteiligten Bevölkerungsschichten im gewaltfreien Kampf. An das Ende des Films setzt Kari entschlossene, kraftvolle Frauen. In einem selbstbewussten Lied verkünden sie, dass das 21. Jahrhundert von Frauen geprägt sein wird!

Der Film von Karl Saurer wird Anfang Juli in Allschwil (BL), Bern und Oberrieden (ZH) in Anwesenheit von P.V. Rajagopal gezeigt.

Winterthurer Première des Filmes RUHE (1972) im Kino Cameo – mit FilmprotagonistInnen als Gäste

Winterthurer Première des Filmes RUHE (1972) im Kino Cameo – mit FilmprotagonistInnen als Gäste

Die Vorstellung im Kino Cameo vom Sonntag, 18. Februar 2024 war etwas ganz Besonderes:
mehrere der einstmals bewegten Protagonistinnen und Protagonisten waren anwesend und sahen den Film auch zum ersten Mal.

Es sind dies Rut Föhn, Hans-Ruedi Müller, Hartmut Frank und Max Bossard aus dem ehemaligen ETH-Experimentierkurs von Jörn Janssen, welche 1972 die brillante Studie „Göhnerswil – Wohnungsbau im Kapitalismus“ verfasst haben sowie Erwin Berger von der damaligen Lehrlingsgewerkschaft Winterthur.
Sie trugen zu einer spannenden Diskussion bei.

Elena M. Fischli (Hrsg.) und die Historikerin Verena Rothenbühler führten in das Buch und den Film ein.

Special Karl Saurer im Kino Rex Bern – 10. Dezember 2023

Special Karl Saurer im Kino Rex Bern – 10. Dezember 2023

Buchpräsentation „Filme für den kreativen Widerstand“ und RUHE

im Kino Rex Bern

mit Elena M. Fischli (Hrsg.), Thomas Pfister (Mitautor) und Jo Lang (Historiker)

Das Buch möchte als ermutigendes Beispiel gelesen werden können, wie trotz vieler Hürden und Hindernissen immer die Freiheit der Wahl besteht, sich mutig, kritisch und kreativ einzusetzen, wenn es um Menschlichkeit, Gerechtigkeit, den Schutz von Lebensgrundlagen und um wahre Demokratie geht.
Elena M. Fischli

Diese sozialkritischen Filme wurden auf Augenhöhe mit den Menschen erschaffen. Er nahm sie wahr und nahm sie ernst, auf ebenso natürliche wie respektvolle Weise. Es sind feine, komplexe Gebilde, die zum Denken anregen und gleichzeitig emotional berühren.
Thomas Pfister

Der Film Ruhe widerlegt viele Vorurteile, die über die damalige 68-er Bewegung kursieren. Er ist eine geballte Ladung! Inhaltlich sehr vielfältig, sehr differenziert!  
Jo Lang

Unten geht es zur Aufzeichnung in ganzer Länge.
Drei spannende Einsichten – mit dem erschütternde Zeugnis Jo Langs über eine Doppelmoral: die einschneidende Repression durch einen jahrelang massiv sexuell missbrauchenden Priester-Präfekten.

Special Karl Saurer Aufzeichnung der Vorstellung vom 10.12.23 mit Einführungen von Elena M. Fischli, Thomas Pfister und Jo Lang.