‘Cancel Culture’ in der Schweiz am Beispiel des Dokumentarfilms «Ruhe»:
Der Historiker Jo Lang und Elena M. Fischli erzählen in einer vergnüglichen Einführung über die Zensur eines einzigartigen Zeitdokuments zu Aufbruchsbewegungen anfangs der siebziger Jahre seitens des Schweizer Fernsehens.
«Ruhe» besticht durch seine direkte und unverblümte Analyse gesellschaftlicher Missstände, macht jedoch nicht Halt bei der Kritik, sondern zeigt eine Vielfalt von Basis-Bewegungen mit konstruktiven Alternativen, die damals entstanden sind.
Ein kompromissloses, endlich sichtbares Werk, das in vielen gesellschaftlichen Bereichen ein Demokratie-Defizit zugunsten von Wirtschaftsinteressen feststellt.
Mehr als fünfzig Jahre nach seinem Entstehen verdienen Frauen immer noch nicht gleich viel wie Männer, herrscht noch grössere Not an bezahlbarem Wohnraum in den Städten und geht die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auf.
«Erstritten, verboten, ans Licht gehoben» verortet «Ruhe» in seinem speziellen Zeitklima und ergänzt den dichten, erst seit kurzem zugänglichen Dokumentarfilm.
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