TATORT LUZERN ODER WEM GEHÖREN UNSERE STÄDTE?
TV-Dokumentation, 1975, 16mm (mp4 – Stream), 50′
Buch und Realisation: Karl Saurer und Gerhard Camenzind in Kooperation mit Claus Niederberger
Kamera: Robert Scherz, Ueli Otth, Raymond Schlosser
Ton: Willy Keller
Montage: Verena R. Lied
Chanson: Jacob Stickelberger
Produktion: Schweizer Fernsehen (Redaktion: Guido Wüest)
Am Beispiel Luzerns wird aufgezeigt, wie in der Stadtentwicklung und Raumplanung ein Demokratie-Defizit besteht: Behörden müssten die Bevölkerung und deren Bedürfnisse stärker miteinbeziehen und gewichten.
Der Film von 1975 ermutigt Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Stimmen und ihr Recht auf eine lebenswerte Stadt aktiv einzubringen. Er präsentiert eine kreative Alternative zu einer Gestaltung des Stadtkerns. Es gehe nicht an, dass die Übermacht von Wirtschaftsinteressen die Stadtgestaltung bestimme.
Nach dem Aufzeigen von Versäumnissen vergangener Planung und neuralgischer Probleme der gegenwärtigen City betont der Film wesentliche Faktoren einer lebenswerten Stadt und bringt innovative Vorschläge für ein verkehrsberuhigtes und bewohnerfreundliches Luzern.
«Mitte der siebziger Jahre verursachte diese TV-Dokumentation des Schweizer Fernsehens über die Stadt Luzern einigen Wirbel.
Natürlich hatten die Exponenten aus Wirtschaft und Politik an ihr wenig Freude. Aber es sind oft genug kurzsichtige Weichenstellungen erfolgt, engstirnige Interessen vertreten und mannigfaltige Versäumnisse passiert, sodass viele der 1975 in dieser Sendung gefallenen Voten aus heutiger Sicht im Kern zutreffen.»
Beat Mugglin in der Publikation «Die Bodenpolitik der Stadt Luzern» (1993)
Bildquelle: Stadt Luzern
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